Klimaforschung verabschiedet sich von RCP8.5 — Höhne warnt vor Fehlinterpretation
KI-Zusammenfassung
Die nächste Generation internationaler Klimamodelle wird das bisherige Worst-Case-Szenario RCP8.5 nicht mehr berücksichtigen. Das teilt eine Forschungsgruppe mit, die den nächsten Sachstandsbericht des Weltklimarats vorbereitet. RCP8.5 hatte eine unbegrenzte Nutzung fossiler Energien und eine Erwärmung um fast fünf Grad bis 2100 unterstellt. Niklas Höhne vom New Climate Institute in Köln warnt jedoch gegenüber dem Science Media Center ausdrücklich vor einer Fehlinterpretation: Der Verzicht auf RCP8.5 sei keine Entwarnung. Weil die Gefahr überschrittener Kipppunkte inzwischen als größer eingeschätzt werde, könnten die Folgen des neuen Worst-Case-Szenarios ebenso gravierend ausfallen. Gleichzeitig geht auch das beste Szenario nicht mehr davon aus, dass das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens erreichbar ist.
