Deutschlands Pandemievorsorge: Reformen angestoßen, strukturelle Defizite bleiben
KI-Zusammenfassung
Rund sechs Jahre nach Beginn der Corona-Pandemie zeigt eine Analyse der Deutschen Welle, dass Deutschland bei der Vorbereitung auf Gesundheitskrisen nur bedingt Fortschritte gemacht hat. Aktuelle Ausbrüche wie das Andes-Hantavirus verdeutlichen, dass neue Erreger jederzeit auftreten können, begünstigt durch Klimawandel, globale Vernetzung, intensive Tierhaltung und den Eingriff des Menschen in Wildtier-Lebensräume. Intensivmediziner Christian Karagiannidis von der Lungenklinik Köln-Merheim kritisiert, dass Krankenhäuser im Normalbetrieb bereits überlastet seien und daher Krisen nicht adäquat bewältigen könnten. Ein besonderes Defizit besteht beim Pflegepersonal: In Nordrhein-Westfalen, dem bevölkerungsreichsten Bundesland, ist nach Angaben der Pflegekammer NRW jede dritte Pflegekraft über 55 Jahre alt und steht kurz vor der Pensionierung, während nur 15 Prozent jünger als 30 sind.
