Magyar kontra Moskau: Ungarn weist zehn russische Diplomaten aus
KI-Zusammenfassung
Unter dem abgewählten Premier Viktor Orban galt Ungarn als prorussischstes EU-Land und Sicherheitsrisiko in EU und NATO; Orban wurde wegen seiner Nähe zu Moskau als "Putins Pinscher" tituliert. Im Frühjahr 2026 wurde bekannt, dass Ex-Außenminister Peter Szijjarto vertrauliche Informationen aus EU-Sitzungen an seinen russischen Amtskollegen Sergej Lawrow weitergegeben hatte. Seit Amtsantritt der neuen Regierung unter Peter Magyar Anfang Mai 2026 hat sich die Linie verschärft: Magyar verurteilte Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine wiederholt scharf und erklärte Russland zur Bedrohung der nationalen Sicherheit. Am Dienstag (8. September 2026) ließ das Außenministerium zehn russische Diplomaten ausweisen, die gegen das Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen verstoßen haben sollen — die übliche Sprachregelung für mutmaßliche Spione. Außenministerin Anita Orban (nicht verwandt mit dem Ex-Premier) betonte, die Entscheidung schütze Souveränität und Sicherheit, bedeute aber keinen Abbruch der diplomatischen Beziehungen.