Modebranche setzt auf Nachhaltigkeit, obwohl Konsumenten Preise vor Ethik stellen
KI-Zusammenfassung
Die globale Modebranche steht vor einem Paradox: Während Pandora mit Labor-Diamanten und Kering mit Guccis "zirkulärem" Polyester Nachhaltigkeitskampagnen fahren, verweigern preissensibel gewordene Konsumenten angesichts anhaltender Inflation den sogenannten Nachhaltigkeitsaufschlag. Laut dem aktuellen "State of Fashion"-Bericht von McKinsey und The Business of Fashion verschiebt sich das strategische Gewicht von Skaleneffekten hin zu Markenstärke und flexiblen Beschaffungsstrukturen als Hebel zur Margensicherung. Zusätzlichen Druck erzeugt die Blockade der Straße von Hormus, die Energiepreise und damit die Kosten für petrochemische Synthesefasern wie Polyester in die Höhe treibt. Die Branche, die für rund zehn Prozent der globalen CO₂-Emissionen verantwortlich ist, reagiert damit nicht auf Konsumentennachfrage, sondern auf systemische Risiken.
