Paragon verweigert italienischen Ermittlern Auskunft zu Spyware-Angriffen
KI-Zusammenfassung
Das israelisch-amerikanische Überwachungstechnologieunternehmen Paragon Solutions soll italienischen Staatsanwaltschaften trotz öffentlicher Zusicherungen keine Auskünfte erteilen. Hintergrund sind Ermittlungen zu Angriffen mit der "Graphite"-Spyware, die WhatsApp und Apple im vergangenen Jahr an etwa 90 Personen weltweit, darunter Journalisten und Aktivisten in Italien, gemeldet hatten. Laut Wired Italy liegt der Staatsanwaltschaft ein Jahr nach Eröffnung des Verfahrens noch immer keine Antwort auf einen formellen Auskunftsantrag vor, der über die israelische Regierung zugestellt wurde. Paragon hatte zuvor seinen Vertrag mit den italienischen Nachrichtendiensten AISE und AISI gekündigt, nachdem die italienische Regierung ein Hilfsangebot des Unternehmens abgelehnt hatte. Der israelische Menschenrechtsanwalt Itay Mack äußerte, die israelische Regierung könnte Unternehmen zur Kooperation zwingen, dies sei aber noch nie geschehen — ein ähnlicher Fall betraf 2024 den Spyware-Hersteller NSO.
