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Politikneutral20. Mai 2026

Prozess gegen DW-Journalisten Alican Uludağ beginnt in der Türkei

Deutsche Welleistanbul-inhaftiert

KI-Zusammenfassung

Der Prozess gegen den DW-Korrespondenten Alican Uludağ beginnt am Donnerstag in Ankara. Uludağ sitzt seit dem 19. Februar 2026 in Untersuchungshaft, nachdem er in seiner Wohnung in Ankara festgenommen und nach Istanbul überführt worden war. Ihm werden 22 Social-Media-Beiträge vorgeworfen, in denen er Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan öffentlich beleidigt, irreführende Informationen verbreitet und staatliche Institutionen herabgewürdigt haben soll. Obwohl er in Istanbul inhaftiert ist, findet der Prozess in Ankara statt; seine persönliche Verteidigung ist nicht zugelassen, er darf nur per Videokonferenz teilnehmen. Uludağ gehört zu den wenigen verbliebenen Journalisten in der Türkei, die schwerpunktmäßig über Justiz und Gerichtsverfahren berichten. DW-Intendantin Barbara Massing bezeichnete die Vorwürfe als haltlos und die Verhaftung als gezielten Einschüchterungsversuch. Auch Reporter ohne Grenzen (RSF) wertete die Festnahme als Teil gerichtlicher Schikanen gegen seriöse Journalisten. Uludağ hatte zuvor über Widersprüche in Anklageschriften und Ungereimtheiten in Kronzeugenaussagen berichtet.

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