Sabotage in Serie: Weiteres Umspannwerk bei Köln angegriffen
KI-Zusammenfassung
Nach einem Angriff auf ein Umspannwerk des Übertragungsnetzbetreibers Amprion in Bergheim bei Köln sieht der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) den "Anfangsverdacht einer verfassungsfeindlichen Sabotage". Unbekannte hatten am Dienstagabend gegen 20 Uhr Kabel über eine Oberleitung gebracht und so einen Kurzschluss ausgelöst, der mehrere Leitungen beschädigte; die Polizei verzeichnete zunächst grelle Lichtblitze. Laut Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) mussten daraufhin fünf Braunkohlekraftwerksblöcke im Rheinischen Revier vom Netz gehen; die Stromversorgung war zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Reul kündigte zwei Ermittlungsrichtungen an: fremdstaatlich gelenkte Sabotage und Linksextremismus; zugleich wird ein Zusammenhang mit dem Anschlag auf die Stromversorgung in Brandenburg geprüft, wo bei einem Umspannwerk am Kohlekraftwerk Jänschwalde mehrere Brand- und Sprengvorrichtungen gefunden wurden. Die Ermittler der betroffenen Bundesländer koordinieren sich über das Landeskriminalamt in Baden-Württemberg, wo im Juni ein Brand in einem Umspannwerk in Reutlingen rund 40.000 Menschen zeitweise ohne Strom ließ.