BAE News
Live
Technologieneutralvor 16 Std

Samsung droht 18-tägiger Streik in Südkorea nach Scheitern der Tarifverhandlungen

Heise Onlinezwischen-samsung

KI-Zusammenfassung

Entscheidende Verhandlungen zwischen Samsung und mehreren Gewerkschaften in Südkorea sind gescheitert, ein 18-tägiger Streik ab kommender Woche wird damit immer wahrscheinlicher. Berichten der Korea Times zufolge hat Samsung das Suwon District Court angerufen, um den Ausstand juristisch zu verhindern; eine Einigung in letzter Minute gilt dennoch als möglich. Zentraler Konfliktpunkt bleibt die Beteiligung der Belegschaft an den Rekordgewinnen des Unternehmens im Zuge des KI-Booms. Samsung will Boni stärker an individuelle Leistung koppeln, die Gewerkschaften fordern, dass 15 Prozent des Profits für Sonderzahlungen verwendet werden. Ein Streik würde die Speicherproduktion lahmlegen und der Industrie sowie den Lieferketten massiven Schaden zufügen; Samsung drohen Verluste von bis zu 570 Millionen Euro pro Tag. Südkoreas Regierung hatte sich bereits in die Verhandlungen eingeschaltet, die Forderungen der Gewerkschaften aber nicht unterstützt. Sollte das Gericht den Streik nicht verhindern, könnte der Arbeitsminister den Ausstand für 30 Tage aussetzen, falls die nationale Wirtschaft oder Menschenleben gefährdet sind. Hintergrund ist auch eine wachsende Einkommenslücke zu Konkurrent SK Hynix, das im Herbst eine gewerkschaftliche Vergütungsreform mit höheren Boni akzeptierte.

Verwandte Artikel