Shell-Chef Sawan: Irankrieg lässt Ölmarkt um fast eine Milliarde Barrel verknappt
KI-Zusammenfassung
Shell-Chef Wael Sawan hat am Donnerstag mitgeteilt, dass der Ölmarkt derzeit ein Defizit von fast einer Milliarde Barrel aufweist, das sich mit jedem Tag des Nahost-Konflikts vertiefe. Dies entspricht dem weltweiten Tagesverbrauch von etwa zehn Tagen, wobei die globale Nachfrage laut OPEC bei rund 100 Millionen Barrel täglich liegt. Auch Halliburton-Chef Jeffrey Miller bestätigte diese Einschätzung auf der Bilanzpressekonferenz am 21. April. Die Internationale Energieagentur bezeichnet die Störung als größte Versorgungsunterbrechung der Geschichte. Der Iran hat die Straße von Hormus, durch die zuvor etwa 20 Prozent der weltweiten Öllieferungen strömten, seit dem 28. Februar faktisch blockiert. Die Kerosinnachfrage in der Luftfahrt ist bisher nur um etwa 5 Prozent zurückgegangen. Ölpreise fielen seit Dienstag um mehr als 10 Prozent auf Hoffnungen auf einen Friedensschluss, doch Chevron-Chef Mike Wirth erwartet eine Monate dauernde Normalisierung der Exporte nach Konfliktende.
