Stanley Druckenmiller: Bessents Anleihemarkt-Manöver werden scheitern
KI-Zusammenfassung
Die Eingriffe von US-Finanzminister Scott Bessent in den Anleihemarkt haben die Renditen nur mäßig gesenkt und stoßen auf wachsende Kritik. Bessent plant, die Rückkäufe langfristiger Staatsanleihen mindestens zu verdoppeln; Ende Juli intervenierte das Finanzministerium zudem am Devisenmarkt, um den Yen zu stützen und die Bank of Japan von einem Verkauf von US-Staatsanleihen abzuhalten. Allein 2025 wurden US-Anleihen im Volumen von 4,7 Billionen US-Dollar emittiert — Skeptiker an der Wall Street bezweifeln, dass das Ministerium genug Feuerkraft hat, um diesen Markt zu steuern. Prominentester Kritiker ist Stanley Druckenmiller, Chef des Duquesne Family Office und einstiger Mentor Bessents; beide hatten in den 1990er-Jahren gemeinsam mit George Soros gegen das britische Pfund gewettet. In einem Gastbeitrag im Wall Street Journal mit dem Titel „Let the Bond Market Speak“ warnte Druckenmiller, ohne Haushaltsdisziplin seien die Versuche, die Renditen zu drücken, gefährlich für die Märkte und die Glaubwürdigkeit des Finanzministeriums. Hintergrund: Die US-Gesamtverschuldung hat jüngst die Marke von 40 Billionen US-Dollar überschritten, und das Haushaltsdefizit dürfte 2026 über zwei Billionen US-Dollar liegen.