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Gesellschaftneutral02. Sept. 2026

Studie: Wähler mit Migrationshintergrund entfernen sich stärker von Parteien

Deutsche Welleeinen-migrationshintergrund

KI-Zusammenfassung

Kurz vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sowie der Abgeordnetenhauswahl in Berlin liefert eine Studie des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) unbequeme Befunde für CDU/CSU, SPD und Grüne: Wählerinnen und Wähler mit Migrationshintergrund gehen den Parteien stärker auf Distanz als andere Wahlberechtigte. Ihre Stimmen werden dabei zunehmend entscheidend — 2023 hatten zwölf Prozent der Wahlberechtigten in Deutschland eine Einwanderungsgeschichte, mehr als sieben Millionen Personen, Tendenz steigend. Die SPD verfügt mit Zugewanderten und ihren Nachkommen über das größte Wählerpotenzial — zwei von drei halten sie für wählbar, CDU und CSU folgen knapp; nur jeder Fünfte lehnt diese Parteien kategorisch ab. Doch Co-Autorin Friederike Römer sieht die Bindung bei jüngeren Generationen bröckeln. Die AfD erfährt die stärkste Ablehnung: Für fast zwei Drittel kommt eine Stimme für die Partei nicht infrage, besonders Menschen mit Wurzeln in der Türkei, dem Nahen Osten und Nordafrika lehnen sie ab — obwohl die AfD diese Wählergruppe zunehmend gezielt anspricht.

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