Wohnungsmangel in Deutschland: Migranten bei Neuvermietungen systematisch benachteiligt
KI-Zusammenfassung
Der Sachverständigenrat für Integration und Migration (SVR) hat in seinem Jahresgutachten 2026 eklatante Disparitäten auf dem deutschen Wohnungsmarkt dokumentiert. Bundesweit fehlen rund 1,4 Millionen Wohnungen, fast ausschließlich im unteren und mittleren Preissegment. Seit 1990 wuchs die Bevölkerung um 3,7 Millionen Menschen, fast ausschließlich durch Zuwanderung, während die Zahl der Einpersonenhaushalte ebenfalls stieg; das Wohnungsangebot hielt mit dieser Entwicklung nicht Schritt. In Berlin verlangen Vermieter auf großen Portalen im Mai 2026 für 100 Quadratmeter gut 4.000 Euro monatlich inklusive Heizung und Nebenkosten, während selbst renovierungsbedürftige 80-Quadratmeter-Wohnungen am Stadtrand knapp 1.000 Euro kosten. Menschen mit Zuwanderungsgeschichte seien bei Neuvermietungen überdurchschnittlich oft benachteiligt, so SVR-Vorsitzender Winfried Kluth.
