UNICEF: Jeder fünfte Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren digital sexuell belästigt
KI-Zusammenfassung
Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF hat 21 Länder repräsentativ befragt und kommt zu einem alarmierenden Befund: Jeder fünfte Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren hat im vergangenen Jahr einen digitalen sexuellen Übergriff erlebt. Der Bericht widerlegt dabei ein verbreitetes Klischee — nur in 16 Prozent der Fälle handelt es sich um Fremde; in 57 Prozent der Fälle waren die Täter den Opfern bereits bekannt, etwa aus dem Freundeskreis, der Familie oder einer romantischen Beziehung. Die UNICEF-Autoren beschreiben den typischen Ablauf als Falle: "Aus einem Gespräch wird Zwang, und aus Zwang wird eine Falle." Die Studie steht im Kontext wachsender Besorgnis über die Gefahren sozialer Medien für Minderjährige, von Doomscrolling mit erhöhtem Risiko für psychische Belastungen bis hin zu Suizidgedanken. In den USA hat Meta, der Betreiberkonzern von Instagram und Facebook, Ende August ein Gerichtsurteil per Vergleich abgewendet und dafür umgerechnet 14,3 Milliarden Euro an klagende Bundesstaaten gezahlt; Jugendlichen stehen dort künftig täglich nur noch zwei Stunden auf den Plattformen zur Verfügung, nachts ist der Zugang komplett gesperrt.