Warum vielen Syrern die Verurteilung Assads nicht ausreicht
KI-Zusammenfassung
Mitte August hat ein Gericht in Damaskus den ehemaligen syrischen Machthaber Baschar al-Assad in Abwesenheit zum Tode verurteilt, gemeinsam mit weiteren hochrangigen Vertretern des früheren Regimes. Dem Urteil lagen unter anderem vorsätzlicher Mord, Folter und Freiheitsberaubung zugrunde; das Gericht stufte die Taten als Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen ein. Für die Frauenrechtsaktivistin Huda Khayti, die 2013 einen Chemiewaffenangriff in Ost-Ghouta überlebte, ihren Bruder durch Bomben des Regimes verlor und 2018 aus ihrer Heimatstadt Duma nach Idlib fliehen musste, bleibt das Urteil symbolisch: Assad lebe "sein Leben in Russland einfach weiter — wie so viele andere syrische Verbrecher, die nach Russland geflohen sind". Khayti pendelt seit dem Sturz Assads zwischen Idlib und Duma und baut dort ein Frauenzentrum wieder auf. Die syrische Medienexpertin Lina Chawaf berichtet dennoch von großer Wirkung des Urteils: "Die Menschen waren sehr glücklich", und zahlreiche Medien hätten die Verurteilung als Erfolg der Übergangsjustiz gefeiert.