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Politikneutralvor 1 Std

EZB-Indikator: Tariflöhne steigen um 2,6 Prozent — Lohn-Preis-Spirale bleibt vorerst aus

Handelsblatt Finanzenwelche-inflationsrate

KI-Zusammenfassung

Der EZB-Indikator für die Lohnentwicklung in der Euro-Zone zeigt für 2026 einen Anstieg der tariflich vereinbarten Löhne um 2,6 Prozent — unverändert gegenüber der Prognose vom Ende März. Das am Mittwoch veröffentlichte Ergebnis nimmt der Europäischen Zentralbank Druck im Kampf gegen die Inflation, die durch gestiegene Energiepreise infolge des Iran-Kriegs angeheizt wurde. Die Währungshüter fürchten, dass höhere Lohnforderungen zu einer schwer durchbrechenbaren Lohn-Preis-Spirale führen könnten, wenn Unternehmen die gestiegenen Kosten an Verbraucher weitergeben. Bundesbankpräsident Joachim Nagel hatte zuvor vor dem Risiko persistierender Inflation gewarnt und eine straffere Geldpolitik gefordert, sollte der Konflikt anhalten. Die meisten Ökonomen erwarten bei der nächsten EZB-Ratssitzung im Juni eine erste Zinserhöhung; der Einlagensatz liegt derzeit bei zwei Prozent.

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