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Energienegative29. Apr. 2026

Inflation steigt auf 2,9 Prozent: Irankrieg treibt Energiepreise in Deutschland

Handelsblatt Finanzeninflation-prozent

KI-Zusammenfassung

Die Inflationsrate in Deutschland ist im April nach EU-harmonisierter Berechnung (HVPI) auf 2,9 Prozent gestiegen, nach 2,6 Prozent im März und 1,9 Prozent im Februar. Als Haupttreiber wirken sich der Irankrieg und die Blockade der Straße von Hormus aus, über die normalerweise ein Fünftel des globalen Ölverbrauchs transportiert wird. Energiekosten legten im Jahresvergleich um 10,1 Prozent zu, den stärksten Anstieg seit mehr als drei Jahren; Benzinpreise für E10 stiegen um bis zu 41 Cent je Liter, Diesel um bis zu 70 Cent. Die Bundesregierung senkt die Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe für Mai und Juni um 17 Cent; Morgan-Stanley-Ökonom Jens Eisenschmidt erwartet eine Dämpfung der Inflationsrate um 0,25 Prozentpunkte. Der Deutsche-Bank-Experte Sebastian Becker hält den Effekt des Tankrabatts aufs Jahr gesehen jedoch für vernachlässigbar, da Energie- und Rohstoffpreise weiterhin hoch bleiben. Die Kerninflation, die Energie und Lebensmittel ausklammert, sank hingegen von 2,5 auf 2,3 Prozent.

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