EZB: Isabel Schnabel steht vor Wechsel zum IWF
KI-Zusammenfassung
Die deutsche EZB-Direktorin Isabel Schnabel verhandelt nach Informationen des Handelsblatts aus Regierungs- und Finanzkreisen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) über die Leitung der Abteilung Märkte in Washington. Damit rückt ein vorzeitiger Großumbau an der Spitze der Europäischen Zentralbank näher – und Schnabel wäre bei diesem Umbau keine Rolle mehr: Mit dem Wechsel zum IWF wäre sie als deutsche Kandidatin für die nächste EZB-Präsidentschaft endgültig aus dem Rennen. Ihre reguläre Amtszeit endet Ende 2027; die gesetzlich begrenzte achtjährige Direktoriumszeit lässt nach Einschätzung der Bundesregierung eine zweite Amtszeit rechtlich kaum zu. Damit verbleibt Bundesbank-Präsident Joachim Nagel als einziger deutscher Kandidat für die EZB-Spitze, doch im Bundeskabinett gibt es bislang keine Einigkeit über eine Nominierung, wobei das Bundesfinanzministerium Nagel ins Rennen schicken will. Zugleich verdichten sich seit Monaten die Hinweise, dass EZB-Präsidentin Christine Lagarde die Notenbank vor Ablauf ihrer Amtszeit im Oktober 2027 verlassen und zum Weltwirtschaftsforum nach Davos wechseln könnte; ab Juni 2027 wird zudem ein neuer Chefökonom benötigt, da die Amtszeit des Iren Philip Lane endet. Eine EZB-Sprecherin lehnte einen Kommentar ab, der IWF verwies auf ein laufendes Einstellungsverfahren.