IWF mahnt Österreich zu schnellerem Defizitabbau und nennt konkretes Ziel für 2031
KI-Zusammenfassung
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Österreich nach seinen jährlichen Konsultationen aufgefordert, den Haushaltsdefizitabbau deutlich zu beschleunigen. Ohne zusätzliche Maßnahmen werde das Defizit bis 2028 voraussichtlich nur auf 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) sinken und damit die von der Regierung angestrebte EU-Defizitgrenze von drei Prozent verfehlen, teilte der Fonds am Donnerstag mit. Die im Vertrag von Maastricht von 1992 festgeschriebene Drei-Prozent-Grenze für die Neuverschuldung gilt als wesentliche Stütze für die Stabilität des Euro. IWF-Missionschef Geoff Gottlieb präzisierte, dass das Defizit bis 2031 auf etwa zwei Prozent des BIP zurückgehen müsse, um die Schuldenquote von derzeit 81,5 Prozent auf einen nachhaltig sinkenden Pfad zu bringen. Die österreichische Regierung hatte zwar grundsätzlich das Ziel der Drei-Prozent-Grenze bis 2028 bestätigt, doch der IWF bewertet die geplanten Schritte als unzureichend.
