Merz' erstes Kanzlerjahr: Große Koalition in der Krise, Reformen bleiben aus
KI-Zusammenfassung
Friedrich Merz blickt auf ein Jahr im Amt zurück, das von der schwierigsten Kanzlerwahl in der Geschichte der Bundesrepublik geprägt war: Am 6. Mai 2026 erreichte er als erster Kandidat nicht die absolute Mehrheit im ersten Wahlgang. Die von CDU, CSU und SPD gebildete große Koalition verfügt nur knapp über die absolute Mehrheit, was zunehmenden Unmut in den Unionsparteien über Kompromisse hervorruft; Merz' Zufriedenheitswerte in der Bevölkerung sind niedrig. Der angekündigte "Herbst der Reformen" 2025 zu Rente, Gesundheit, Pflege und Bürokratieabbau blieb weitgehend aus. Stattdessen beschloss die Koalition ein "Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität" von 500 Milliarden Euro bis 2045 für Schienenausbau und Brückenneubauten. Die Zusammenarbeit zwischen Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) gilt als problematisch.
