Studie: Grundwasserspiegel in Küstenregionen weltweit sinkt, Salzwasser droht
KI-Zusammenfassung
Eine Studie mit Daten von rund 480.000 Grundwasserbrunnen weltweit zeigt, dass der Grundwasserspiegel in zahlreichen Küstenregionen dauerhaft sinkt — in einigen Fällen um bis zu 50 Zentimeter pro Jahr. Betroffen sind Gebiete in den USA, Zentralamerika, dem Mittelmeerraum, Indien, Südafrika und Australien, wo übermäßige Entnahme für Trinkwasser, Industrie und Landwirtschaft die Reserven deplettiert. Gleichzeitig steigt der Meeresspiegel infolge des Klimawandels; fällt der Grundwasserpegel darunter, dringt Salzwasser ein und macht das Wasser unbrauchbar. Das Problem verschärft sich in Megacities wie Jakarta, dessen Grundwasserreserven jahrelang übermäßig angezapft wurden — ein Faktor, der neben Überschwemmungsrisiken zur geplanten Verlegung der indonesischen Hauptstadt nach Nusantara auf Borneo beiträgt, ein Projekt von rund 32 Milliarden Euro. Etwa ein Drittel der Weltbevölkerung lebt in Küstenregionen, für die Wasserknappheit durch versalztes Grundwasser bereits vor sichtbaren Überschwemmungen zur existenziellen Bedrohung werden könnte.
