Übernahmekampf: Italien behält Staatsanteil an Monte dei Paschi vorerst
KI-Zusammenfassung
Die italienische Regierung verkauft ihre verbliebene Beteiligung an der Traditionsbank Monte dei Paschi di Siena (MPS) vorerst nicht, um den laufenden Übernahmekampf um das Institut nicht zu beeinflussen. Das bestätigten die Präsidentin der Provinz Siena, Agnese Carletti, sowie eine Quelle aus dem Finanzministerium gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Ursprünglich hatte das Ministerium geplant, die Aktien zügig am Markt zu platzieren; dieser Prozess wurde jedoch gestoppt. Hintergrund ist eine Doppel-Offerte von MPS im Volumen von rund 34 Milliarden Euro für die norditalienische Banco BPM, an der auch die französische Crédit Agricole beteiligt ist. Die Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni steht den Plänen von Intesa Sanpaolo skeptisch gegenüber, weil sie den Wettbewerb im italienischen Bankensektor schwächen könnten. Die MPS-Aktionäre sollen am 29. Oktober über die Gegenangebote entscheiden, die Intesa-Aktionäre stimmen am 10. September über das eigene Angebot ab.