Wissenschaftlicher Dienst des EP: Alterskontrollen erfordern Verbot von Anonymität
KI-Zusammenfassung
Der Wissenschaftliche Dienst des Europäischen Parlaments hat in einer Analyse festgestellt, dass flächendeckende Alterskontrollen im Internet nur durch ein Verbot der Anonymität umsetzbar sind. Die Studie problematisiert zugleich, dass Jugendliche in Großbritannien bestehende Alterskontrollen mit falschen Schnurrbärten, elterlichen Ausweisen und VPN-Diensten systematisch umgehen. VPNs leiten den Datenverkehr um und täuschen Diensteanbietern eine ausländische IP-Adresse vor, womit auch staatliche Zensurmaßnahmen unterlaufen werden können; der Dienst sieht daher eine "Gesetzeslücke", die durch Pflichten für VPN-Anbieter geschlossen werden müsse. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) hat angekündigt, eine App zur Gesichts- und Ausweisscanung für alle Nutzer sei fertiggestellt. Gegen eine Ausweitung der Alterskontrollen auf VPN-Dienste positionieren sich die Electronic Frontier Foundation, Mozilla und Proton.
