BRICS-Gipfel in Neu-Delhi: Trumps Politik treibt Schwellenländer enger zusammen
KI-Zusammenfassung
Indien gastiert am Wochenende mit Premierminister Narendra Modi als Gastgeber beim Gipfel der BRICS-Staaten in Neu-Delhi; unter den erwarteten Teilnehmern sind Chinas Staatschef Xi Jinping, Russlands Präsident Wladimir Putin und Irans Präsident Massud Pezeschkian. Für Xi ist es der erste Indien-Besuch seit 2019 und damit ein weiterer Schritt in der vorsichtigen Annäherung nach den tödlichen Grenzclashes im Himalaya im Jahr 2020. Der Gipfel steht vor dem Hintergrund mehrerer Krisen: die USA und Israel führen Krieg gegen den Iran, Washington drängt Moskau zu einem Abkommen über die Ukraine, und Donald Trumps Zölle und Sanktionen stören die Beziehungen zu Verbündeten wie zu Rivalen. Trumps Politik ist nicht die Ursache der Annäherung — Indien und Russland pflegen seit Jahrzehnten enge Beziehungen, und die Indien-China-Entspannung begann vor den jüngsten Handelskonflikten — doch die amerikanischen Wirtschaftsdruckmittel verstärken den Anreiz für Handels-, Energie- und Zahlungskooperationen innerhalb der BRICS. Zugleich begrenzen tiefe Gräben den Spielraum: Der Grenzstreit zwischen Indien und China, Indiens hohes Handelsdefizit mit Peking und Neu-Delhis strategische Autonomie — Indien ist Mitglied des Sicherheitsdialogs Quad mit den USA, Japan und Australien — dämpfen die Erwartungen an konkrete Beschlüsse.