Bundesanwaltschaft lässt bundesweit Wohnungen rechtsextremer Netzwerke durchsuchen
KI-Zusammenfassung
Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hat am 6. Mai 2026 mit 600 Polizisten in zwölf Bundesländern Razzien gegen die rechtsextremen Netzwerke "Deutsche Jugend voran" und "Jung und stark" durchgeführt. Die Ermittler durchsuchten zahlreiche Wohnungen von 36 Beschuldigten; Festnahmen gab es nicht. Die Gruppen sollen über soziale Medien und regelmäßige Treffen vernetzte Strukturen aufgebaut und zu Gewalt gegen politische Gegner aufgerufen haben. Zu den Opfern gehören Angehörige der LGBTQ+-Community, als Migranten wahrgenommene Personen und als links eingestufte Jugendliche — insbesondere bei CSD-Veranstaltungen in Berlin und anderen Städten kam es wiederholt zu Angriffen. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) bezeichnete den gewaltorientierten Rechtsextremismus als gesamtdeutsche Bedrohung. Die Sicherheitsbehörden beobachten die Szene seit zwei Jahren; die Razzien markieren nun die Eskalation zur strafrechtlichen Verfolgung als mutmaßliche kriminelle Vereinigungen.
