Deutsche Chemieindustrie leidet unter doppelten Energiepreisen und Iran-Krieg
KI-Zusammenfassung
Die deutsche Chemieindustrie, drittgrößter Wirtschaftszweig hinter Automobil- und Maschinenbau, befindet sich in einer tiefen Krise. Der Branchenumsatz lag 2025 bei 220 Milliarden Euro — ein Rückgang von 22 Prozent gegenüber 2022. Christof Günther, Geschäftsführer von InfraLeuna, berichtet, dass sich die Erdgaspreise seit dem Ukraine-Krieg verdoppelt haben und durch den Iran-Krieg in diesem Jahr vorübergehend erneut verdoppelt seien. Die chemische Produktion ist extrem energieintensiv und benötigt Strom, Wärme, Dampf und Druck. Hinzu kommen wachsende Regulierung, schwache Konjunktur und verschärfter internationaler Wettbewerb. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI), der rund 2300 Unternehmen vertritt, sieht keine Trendwende. Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran hat zudem Lieferketten gestört und Engpässe bei wichtigen Rohstoffen verursacht.
