Ebola-Ausbruch in Ostafrika: WHO ruft internationalen Notstand aus
KI-Zusammenfassung
Die Weltgesundheitsorganisation hat einen internationalen Gesundheitsnotstand für den Ebola-Ausbruch im Ostkongo und Uganda ausgerufen — der dritte und tödlichste mit der seltenen Bundibugyo-Variante. Bislang starben 139 Menschen, mehr als 600 weitere gelten als Verdachtsfälle. Anders als bei früheren Ausbrüchen des Zaire-Stamms gibt es gegen Bundibugyo weder Impfstoff noch Medikamente; die Sterblichkeitsrate liegt bei etwa einem Drittel. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus rief den Notstand ohne die übliche vorherige Expertenberatung aus, da sich das Virus offenbar wochenlang unbemerkt ausbreitete. Kritiker, darunter der Epidemiologe Eric Feigl-Ding, werfen der US-Regierung unter Präsident Donald Trump vor, durch drastische Kürzungen der globalen Gesundheitsfinanzierung die Früherkennung erschwert zu haben.
