WHO ruft internationale Gesundheitsnotlage für Ebola in Kongo und Uganda aus
KI-Zusammenfassung
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen eines Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda eine internationale Gesundheitsnotlage ausgerufen, betonte jedoch, dass es sich nicht um einen Pandemie-Alarm handle. Ziel ist es, Nachbarländer in Zentralafrika in erhöhte Alarmbereitschaft zu versetzen und internationale Unterstützung zu mobilisieren. Bisher sind etwa 250 Fälle und mindestens 80 Todesfälle dokumentiert, vor allem in der Provinz Ituri im Nordosten des Kongo; die Afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC meldete zuletzt 336 Verdachtsfälle und 88 Todesfälle. Die WHO warnt, der ansteigende Trend deute auf eine möglicherweise weit größere Ausbreitung hin als bisher erkannt. Die Region kämpft zudem mit prekärer Sicherheitslage, humanitärer Krise und starken Bevölkerungsbewegungen. Für den verantwortlichen Bundibugyo-Stamm des Ebola-Virus gibt es bisher keinen zugelassenen Impfstoff; die Sterblichkeitsrate liegt nach Angaben des US-Instituts NIH bei etwa 37 Prozent, deutlich niedriger als beim Zaire-Stamm mit bis zu 90 Prozent, für den jedoch ein Impfstoff verfügbar ist.
