Studie: Medien fokussieren bei Politikern auf Emotion statt Sachkompetenz
KI-Zusammenfassung
Eine gemeinsame Studie der Heinrich-Böll-Stiftung und der NRW School of Governance, basierend auf der Analyse von über 600 Presseartikeln zwischen 2021 und 2025, zeigt, dass Medien bei der Darstellung von Politikern vorwiegend emotionale Zuschreibungen verwenden. Die Autorin Kristina Weissenbach stellt fest, dass Charaktereigenschaften, Mimik und Gestik dominieren, während sachliche Kompetenz selten thematisiert wird — und wenn, dann überwiegend bei männlichen Politikern. Die Untersuchung beleuchtet am Beispiel von Friedrich Merz, wie Medien durch Rhetorik, Kleidung und Körpersprache Politiker-Images konstruieren und damit das Demokratievertrauen der Bürger beeinflussen. Die Frage, ob umstrittene Äußerungen authentisch oder gezielte Symbolpolitik sind, bleibt dabei oft unbeantwortet.
